Ein Passivhaus verbraucht mindestens 85% weniger Heizenergie, als von
der Energiespar-verordnung (EnEV) gesetzlich gefordert. Der Energieverbrauch
liegt maximal bei 15,0 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Übertragen auf
Heizöl kommt ein Passivhaus im Jahr damit mit weniger als 1,5 l pro
Quadratmeter aus. Diese sensationelle Einsparung erreicht das Passivhaus
allein durch seine beiden Grundprinzipien: Wärmeverluste vermeiden und
freie Wärmegewinne optimieren!
Rein äußerlich unterscheidet sich ein Passivhaus wenig von einem gewöhnlichen
Wohnhaus.
Es sind die verborgenen baulichen und haustechnischen Details, die eine
deutliche Heizenergie-einsparung gegenüber gewöhnlichen Häusern ermöglichen:
Die luftdichte und hochgedämmte Aussenhülle reduziert Wärmeverluste
auf ein Minimum und verhindert ein intensives Aufheizen im Sommer. So
bleibt das Passivhaus im Winter warm und im Sommer kühl. Nebenbei haben
Sie auch einen sehr hohen Schallschutz. Die Passivhaus-Fenster fangen
die Energie der Sonne in Form von Wärmestrahlung ein. Frischluft wird
permanent über eine kontrollierte Be- und Entlüftung zugeführt und ein
hochwertiger Filter schützt auch Allergiker vor Pollen und Staub. Die
Lüftungsanlage befördert kontrolliert verbrauchte und feuchte Luft nach
draußen und führt parallel Außenluft zu. Dabei erwärmt ein Wärmetauscher
die einströmende Außenluft auf die gewünschte Temperatur. Der Wärmetauscher
erhält seine Energie von der verbrauchten, warmen Innenluft. Damit werden
80 bis 90 Prozent der Luftwärme zurück gewonnen. Somit benötigt das
Haus selbst im Winter nur sehr wenig zusätzliche Wärmeenergie für behagliche
Temperaturen. Eventuell benötigte Restwärme liefert eine Wärmepumpe.
Ein Passivhaus kostet Sie ca. 5-10% mehr, als ein Standardhaus nach
Energiesparverordnung. Diese Mehrkosten amortisieren sich jedoch bereits
nach 8-10 Jahren über die geringen Neben-kosten: Jahresheizkosten von
100 - 200 Euro, durch Entfall von Heizkessel, Heizkörpern, Tanks und
Schornstein, entfallen auch deren Herstellungs- und Wartungskosten.
Damit sparen Sie mit Ihrem Passivhaus viel Geld. Und zahlen nie mehr
eine teure Öl- oder Gasrechnung!
In vielen Bundesländern wird der Bau von Passivhäusern zudem durch Geld
von regionalen Förderprogrammen zusätzlich unterstützt. Dies ist jedoch
von Bundesland zu Bundesland verschieden, und muss separat nachgefragt
werden.
Hier eine beispielhafte und vereinfachte Darstellung der monatlichen
Kosten eines Passivhauses gegenüber einem aktuellen Standardhaus.

Dieses Rechenbeispiel zeigt deutlich, wie trotz höherer Anschaffungs-
bzw. Investitionskosten des Passivhauses im Vergleich die monatliche
finanzielle Belastung geringer ist. Sie erhalten ein innovatives, modernes
Haus zu günstigeren monatlichen Kosten. Verantwortlich hierfür ist die
Möglichkeit des zinsgünstigen Darlehns über die Kreditanstalt für Wiederaufbau
(KfW).